DPI - ich checks einfach nicht
  • d3l Januar 27
    Hallo zusammen,

    ich raffe es einfach nicht mit den DPI und unserem Inkscape. Die Druckerei verlangt immer die 300 DPI, da ich hauptsächlich mit Vektoren arbeite sind immer nur die elenden Fotos mein Problem. Bei jedem Druckauftrag bekomme ich Fehlermeldungen von der Druckerei. Jedes Mal stimmen die DPI nicht.

    Die Fotos habe ich in guter Qualität vorliegen.

    Wie ich hier in etlichen Beiträgen sehen konnte werden die Fotos in Inkscape größer gemacht als sie sind, also optisch. Da ich jedoch auf üblichen Formaten wie A3, A4, A5, A6 und so weiter arbeite schnall ich es einfach nicht. Ich passe die Fotos schon gar nicht mehr an. Ich schneide sie so zurecht, dass sie die in Abhägigkeit stehenden Maße haben aber die Größe passe ich dann erst in Inkscape ein (also drauf klicken und mit STRG dann an dem Eckpunkt kleiner ziehen). Das bedeutet konkret ich importiere mir diese Tapeten und passe sie erst in Inkscape an. Manchmal funktioniert das und manchmal nicht. Ich habe fünf Bilder auf dem Flyer, bei einem habe ich die Fehlermeldung erhalten, bei den anderen nicht. Und der Witz dabei ist, das mit der Fehlermeldung war das größte Bild. Die kleineren sind, warum auch immer, ohne Fehler.

    Die Theorie mit den Maßen und den Bildpunkten ist mir theoretisch klar, praktisch verstehe ich es nicht. Und ich habe dazu wirklich alle Beiträge gelesen.

    Ich suche daher einen Weg wie ich das mit den Bildern vermeiden kann und dazu eine Erklärung, welche ich verstehe.
    https://www.inkscape-forum.de/uploads/2007/07/Vergleich.jpg
    Das Bild verstehe ich zum einen und zum anderen nicht. Ich brauche einfach eine Ansage was ich beachten muss, wenn irgendein Bild 300 DPI haben soll.

    Ich bette alles ein, schon immer, falls es von Belang ist.

    Beste Grüße,
    und ach ja, ich nutze Inkscape seit Jahren. Vorher war es Corel, so Version 4 oder so :D
  • Moini Januar 27
    Das ist was ich machen würde:

    Ich würde für 300dpi erstmal ausmessen, wie groß das Bild gedruckt sein wird (z.B. 5cm in der fertigen Broschüre). Dann würde ich mir ein Bild suchen, das mindestens 5 (von den cm) * 300 (von den dpi) / 2,54 (soviele inch gehen in einen cm) px breit ist - das sind bummelig 590px.

    Dann kann ich beim Importieren einfach die Auflösung schon festlegen (eingeben im Import-Dialog).

    Danach darfst Du das Bild dann aber nicht mehr vergrößern. Verkleinern geht schon noch. Ich nehme einfach mal an, dass Inkscape die kompletten Bilddaten ins pdf mit reinpackt, anstatt das Bild dann entsprechend zu verkleinern/vergrößern, das habe ich noch nie überprüft (könntest Du, indem Du das pdf wieder importierst, und mal guckst, ob die Rasterbilder alle gleich groß geblieben sind, unten in der Statusleiste steht das).

    Oder Du benutzt Scribus. Das überprüft das beim Exportieren nach pdf (man kann glaub ich einen Wert festlegen dafür) und spuckt eine Warnung aus, wenn's nicht passt.


  • d3l Januar 27
    Machen wir das mal bitte an dem Bild fest. Ich benötige den Vergleich damit ich es endlich verstehe.

    Mein .jpg-Foto hat die Maße 4023 x 1354. Nicht wundern, dabei handelt es sich um das bereits Zugeschnittene. Auf dem konkreten Beispiel soll es eine komplette A4 Seite im Querformat belegen. (Für die bildlich-Vorstellenden: Es soll wie ein Header auf dem Papier sein.)

    Meine A4-Seite im Querformat hat eine Breite von 1052,36 sagt Inkscape bei px. Somit passe ich die Tapete in der Breite auf meine A4-Seite an.
    Da ist ein Unterschied der mehr als x3 ist. In dem konkreten Beispiel habe ich es nun auf diese Art hinbekommen. Druckerei hat das Bild nun endlich angenommen.

    Ich habe soeben die .pdf importiert, da sind alle Bilder wo sie sein sollen und auch die Größen stimmen. Ich prüfe bei der .pdf am Ende immer die Maße, optisch stimmt es ja.

    Was mache ich aber, wenn ich kleinere Bilder zur Verfügung habe? Wenn ich mit GIMP die Bilder größer mache, dann leidet doch nur die Quali, oder?
    Was Bitmaps betrifft bin ich einfach eine Niete.

    Scribus habe ich auch, nur das würfelt mir alles durcheinander. Wenn ich die .svg importiere, dann haut da nichts mehr hin. Sofern ich die .pdf importiere wird es noch schlimmer. Ich könnte das auch mit Scribus machen, das weiß ich, nur irgendwie fühle ich mich nur im Vektorprogramm wohl.

    Danke schön soweit.
  • Moini Januar 27
    Die Pixel in Inkscape sind vielleicht nicht der optimale Anhaltspunkt für die Berechnung.... Gehe lieber vom Druckpapier aus.

    300 (Tinten-)Punkte pro Zoll entsprechen 118,11 Punkten pro cm.

    Ein A4-Blatt ist (im Hochformat) 21,7 cm breit.

    Du brauchst also ein 21,7 * 118,11 = mind. 2563 px breites Bild für 300dpi beim Drucken auf A4-Breite.

    "Was mache ich aber, wenn ich kleinere Bilder zur Verfügung habe? Wenn
    ich mit GIMP die Bilder größer mache, dann leidet doch nur die Quali,
    oder?"

    Ja, genau. In dem Fall musst Du die Bilder entweder nicht vergrößern und sie kleiner als geplant einbinden, oder ein anderes Bild nehmen.
    Oder Du nimmst die leichte Verschwommenheit eben in Kauf (und vergrößerst vorher in Gimp, damit die Druckerei nicht blöd rummeckert und sich der Druck verzögert).
    Das ist eine Entscheidung, die Du je nach Inhalt selbst treffen musst.

    Scribus kann mit einigen SVG-Details nicht richtig umgehen. Rastergrafiken würde ich immer direkt in Scribus importieren, nicht über den Umweg über's pdf oder svg.

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